Nach DIN EN 1330 wird zur Bestimmung der Leckrate die Einheit [Pa*m³/s] definiert.
Dabei entspricht 1 Pa*m³/s einer Druckänderung von einem Pa in einem abgeschlossenen Volumen von einem m³ innerhalb von einer Sekunde.
In der Praxis werden jedoch eher die Einheiten [mbar*l/s] oder [cm³/min] verwendet.
Die Umrechnung von [Pa*m³/s] in [mbar*l/s] ist eine einfache Einheitenumrechnung:
100 Pa = 1 mbar
1 m³ = 1.000 l
daher gilt
1 mbar *l/s = 0,1 Pa*m³/s
Bei einer Leckrate von 1 mbar*l/s ändert sich also der Druck in einem Liter Volumen innerhalb einer Sekunde um 1 mbar.
Dabei entströmt z.B. einem Volumen von 1000 cm³, das unter 1000 mbar Druck steht pro Sekunde 1 Ncm³. (Ncm³ ist 1 cm³ unter Normbedingungen also bei 1013,25 mbar Luftdruck / 0°C)
Es gilt unter Fertigungsbedingungen also näherungsweise:
1 mbar*l/s entspricht 1 cm³/s oder 60 cm³/min
Eine Leckrate von 1 x 10-3 mbar*l/s entspricht also einem Volumenstrom von 0,06 cm³/min.
Wird dieser Wert nun mit einer Luft unter Wasser Prüfung verglichen, so ist das Volumen der aufsteigenden Luftblasen zu berechnen.
Eine Luftblase mit einem Durchmesser von 1 mm hat ein Volumen von 0,52 mm³ oder 0,00052 cm³.
Bei einer Leckrate von 10-3 mbar*l/s steigen also 114 Luftblasen mit 1 mm Durchmesser pro Minute in einer Flüssigkeit auf.
Beträgt der Durchmesser der Luftblasen jedoch 2 mm, hat eine Luftblase ein Volumen von 4,16 mm³ und ihre Zahl reduziert sich auf 14,4.
Es ist jedoch zu beachten, dass den in Deutschland üblichen Wasserhärten und Oberflächenspannungen der Durchmesser einer „realen“ Luftblase bei einer Luft unter Wasser Prüfung sogar eher 2,5 bis 3 mm beträgt.

